Erstellt von Georg Grohs am 29. März 2010
Wer sich eine Antivirensoftware für Handys zulegen möchte, muss bei Download und Installation im Vergleich zum PC erst einmal etwas umdenken. Bei einem normalen Rechner legt man eine CD ein oder lädt einfach das Programm aus dem Web herunter. Entsprechend einfach ist die Installation – Programm ausführen, Neustart, Rechner ist geschützt, fertig.
Ein modernes Smartphone kann auch ins Internet gehen und dort den Download durchführen. Aber hier hat man schon die Auswahl zwischen WAP und regulärem Surfen mit einem Browser. Da die Programme zwar recht kompakt sind, die Internetverbindung aber (außer bei Flatrates) teuer, fällt für viele Anwender dieser Weg aus. Zumal noch eine Schwierigkeit lauert – dazu aber später mehr.
Die meisten werden sich das Antivirusprogramm erst einmal auf dem PC abspeichern, um es per USB-Kabel, Bluetooth oder WLAN auf das Mobiltelefon zu kopieren. Hierfür sollte man die Dienstprogramme des Handys für den PC auf dem Computer installiert haben. Nur so ist ein bequemes Kopieren auf die Speicherkarte möglich. Das kann in Folge etwas hakelig werden, weil nicht alle Dienstprogramme die Installation vom PC aus steuern können. Dann muss man sich auf dem Handy selbst durch die verschiedenen Speichermedien arbeiten, um die Installationsdatei zu finden. Die Benutzerführung diverser Betriebssysteme ist dabei oft alles andere als transparent. Bei Windows macht man einfach den Dateimanager auf, auf den Handys geht dies auch – Funktionen des Dateimanagers sind jedoch oft in Untermenüs versteckt und nicht direkt von der Oberfläche aus zugänglich. Am besten merkt man sich von vornherein sehr genau, wohin die Datei kopiert wird. Bei Updates wiederholt sich das ganze Prozedere.
Auch lästig ist das Hantieren mit verschiedenen Speicherkarten. Daher ist eine Antivirensoftware auf dem eingebauten Speicher des Handy abzulegen. Darauf hat man immer Zugriff, auch, wenn man zwischenzeitlich die zusätzlichen Speicherkarten herausnimmt, weil man Fotos auf den PC kopiert.
Wer also das Installationsprogramm der Antivirensoftware direkt vom PC aus im permanenten Speicher starten kann, lebt komfortabler als bei Installation auf austauschbaren Speicherkarten und direkt auf dem Handy.
Die unterschiedlichen Antivirenprogramme haben zudem deutliche Unterschiede bei Updates. In der Regel sollte man mindestens einmal in der Woche nach geeigneten Updates suchen. Das geht am leichtesten, wenn man direkt vom Handy aus die neuen Versionen nachladen kann und nicht erst manuell mit Dateien arbeiten muss. Bei akuten Bedrohungsszenarien ist ein häufigeres Update nötig mit dem entsprechenden Arbeitsaufwand.
Zusammenfassend:
Auch Antivirussoftware auf dem Handy muss regelmäßig aktualisiert werden
Wer nicht mit dem Handy im Web den Download durchführen möchte, sollte Dateimanager und Installation mit geeigneten Dienstprogrammen vom PC aus durchführen.
Ein wenig Aufmerksamkeit ist angebracht, wo man auf dem Mobiltelefon die Dateien ablegt, am besten im bordeigenen Speicher.