Erstellt von Georg Grohs am 26. Juni 2010
Das Betriebssystem Android hat eine besondere Funktion: Google kann aus der Ferne kritische Dateien löschen, wenn das Handy durch Schadsoftware infiziert wurde. Diese Sicherheitsfunktion ist vorgesehen für Fälle, in denen sich Viren schnell auf verschiedenen Handys verbreiten und eine Epidemie eingedämmt werden muss. Erstmals hat Google nun eine ursprünglich freigegebene Applikation wieder in großem Umfang gelöscht.
Betroffen war eine Software der Firma TippingPoint, welche zuvor im regulären Download über Google verfügbar war. TippingPoint wollte beweisen, dass sowohl Schadsoftware im Android-Market untergebracht werden kann und auch Android selbst knackbar ist.
Wäre es TippingPoint um eine echte Schadwirkung gegangen, hätte das Ergebnis dieses Experiments ganz anders ausgehen können……..
Die Funktion zum Löschen dubioser Inhalte ist übrigens nicht nur beim Android-System möglich. Auch bei Apples iPhone sind derartige Maßnahmen möglich.
Google ist auch nicht die erste Firma, welche Inhalte löscht. So hatten sich bei Amazon 2009 heftige Lizenzprobleme um eBooks entwickelt, welche den Anbieter veranlassten, die Bücher “1984″ sowie “Animal Farm” zu löschen.
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Erstellt von Georg Grohs am 8. Juni 2010
Sieht man sich einmal die verschiedenen Meldungen zur Handy-Sicherheit an, trifft man recht oft auf Gerüchte und Halbwahrheiten. Teilweise werden diese bewusst gestreut, um Benutzer zu verunsichern oder den Absatz von Software zu fördern. Als Hoax wird dabei normalerweise ein Scherz bezeichnet, welcher Handy-Nutzer veralbern soll. Scareware hingegen ist eine vermeintliche Bedrohung, die einen Handy-Besitzer verunsichern soll und ggf. so den Verkauf von Antivirensoftware fördert.
Seriöse Hersteller wie Symantec, Kaspersky, Avira, Umu, F-Secure oder Panda und weitere Firmen beteiligen sich nicht an solchen Spielereien. Jedoch ist zu beobachten, dass nachrangige Firmen gerne einmal Panik säen, um den Verkauf anzukurbeln.
Es ist Augenmaß gefragt bei der Bewertung angeblicher Schreckensszenarien. Wenn also eine neue Nachricht über Bedrohungen durchs Web geistert, kann man sich folgende Fragen stellen: WO ist die neue Bedrohung aufgetaucht? Wenn es Europa und Nordamerika sind, ist Vorsicht angebracht. Andere Kontinente haben dagegen oft gänzlich andere Mobiltelefone – nicht selten mit älteren Versionen von Betriebssystemen oder erheblichen Problemen bei Eigenentwicklungen. WER meldet die Bedrohnung und wird diese von offizieller Seite bestätigt? “Offiziell” soll in diesem Fall auch Hersteller von Handys, renommierte europäische Webseiten sowie Webauftritte von Computerzeitschrifen und bekannte Hersteller von Antivirensoftware umfassen.
Bevor man sich also ins Bockshorn jagen lässt, kann man einen Blick auf die entsprechenden, seriösen Webseiten werfen. Die großen Hersteller haben bei tatsächlichen Bedrohungen meist auch sehr schnell ein Update für das Antivirenprogramm parat, welches man sich bei dieser Gelegenheit gleich herunterladen kann.
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