Aug 24

Handy-Ortung – Eingriff in die Privatsphäre

Ein Handy baut Kontakt zu Funkzellen der Netzbetreiber auf, auch wenn man nicht telefoniert. Die Geräte stimmen sich permanent mit dem Netz ab, damit sie eingehende Anrufe oder auch SMS sofort annehmen können. Dieses Verhalten kann man auch zur Ortung von Handys (und damit zur Ortung der Besitzer) verwenden.

Die technische Möglichkeit ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Suche nach vermissten Personen nun sehr leicht, andererseits kann man auch beispielsweise Kinder oder den Partner permanent kontrollieren.

Technisch ist eine Ortung über Funknetze sehr einfach. Aus der Kombination vom Standort der Zelle sowie dem Laufzeitverhalten des Funksignals ergibt sich eine grobe Positionsberechnung. Diese wird um so genauer, je mehr Funkzellen auf kleinem Raum vorhanden sind. Entsprechend genau sind die Ortungsmöglichkeiten in Ballungsgebieten (viele Funkzellen auf kleinem Raum), während in ländlichen Gebieten schon einmal Abweichungen von bis zu einem Kilometer möglich sind.

Noch genauer wird die Ortung, wenn man Zusatzfunktionen des Handys nutzen kann. Hierfür ist die Auswertung vom GPS-Signal bei Navigationshandys oder dem WLAN-Signal bei netzwerkfähigen Handys ideal. Nötige Programme lassen sich sehr einfach aus dem Internet herunterladen.

Bei den Ortungen via Funkzellen muss eigentlich der Inhaber des Handys sein Einverständnis geben. Natürlich kann dieses Einverständnis sehr einfach erschlichen werden, indem Unbefugte “mal eben” das Handy in die Hand nehmen und kurz eine Bestätigung an den Überwachungsdienst senden. Das merkt in der Regel kein Außenstehender – auch nicht das Opfer. Die Programme zur Überwachung mit GPS und/oder WLAN müssen hingegen heruntergeladen und installiert werden. Aber auch das ist sehr schnell passiert, wenn man nicht auf sein Gerät aufpasst. Einige der angebotenen Softwarelösungen werden hierbei deutlich von den Herstellern von Antivirenprogrammen als Schadsoftware eingestuft und bei einem Virus-Scan kurzerhalb vom Handy geschmissen.

Wo die Hersteller der Antivirensoftware sowie andere Ortungen durchaus punkten: Beim Diebstahl eines Mobiltelefons kann man den Aufenthaltsort des Handys ebenfalls herausfinden und ggf. so sein Gerät zurückbekommen.

Aug 10

Apple – immer noch keine Lösung fürs iPhone

Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik BSI hat vor Lücken in Apples Betriebssystem gewarnt, welches für iPhone und iPad verwendet wird. Durch den bloßen Besuch von gefährlichen Websites oder auch das Öffnen infizierter PDF-Dateien können Besitzer des Iphones komplett die Kontrolle über ihr Gerät verlieren, das fortan von Hackern “ferngesteuert” wird.

Hierbei schein es sich um einen sehr schweren Fehler im Betriebssystem zu handeln, der zum heutigen Stand noch nicht behoben ist. Kurz zur Erinnerung: Das Betriebssystem ist abgeleitet von Unix und wurde durch Apple für seine Geräte angepasst.

Eigentlich hat Unix eine sehr strikte Rechteverwaltung. So werden unterschiedliche Programme sehr sauber voneinander getrennt. Die Programme dürften dann eigentlich nur die unbedingt für ihre Ausführung notwendigen Teile des Betriebssystems nutzen. Bei Apple scheint etwas mächtig schief gegangen zu sein. So kann ein verseuchtes PDF-Dokument dafür sorgen, dass Hacker nicht nur die Funktionen zur Anzeige des PDF nach Belieben steuern können, sondern gleich die Kontrolle des gesamten Handys übernehmen.

Noch ist keine Lösung von Apple erhältlich, welche das Problem behebt. Bis dahin sollte man sich mit dem iPhone nur auf bekannt vertrauenswürdigen Seiten im Internet bewegen.

Nachtrag: mittlerweile gibt es ein Sicherheitsupdate von Apple. Die Installation wird dringend empfohlen.