Antivirensoftware fürs Handy – Know How

Antivirensoftware arbeitet nach mehreren verschiedenen Methoden. Klassisch ist die Suche nach typischen Signaturen eines Virus. Hierbei wird ein typisches Codesegment des Virus als Referenzobjekt in die Datei mit Virensignaturen abgelegt. Die Antivirensoftware ruft nun sämtliche Dateien im Speicher des Mobilfunkgeräts auf und vergleicht, ob das typische Codesegment in diesen Dateien enthalten ist. Wird die Software fündig, isoliert oder löscht sie die Datei.

Eine weitere Suchfunktion ist die heuristische Suche. Dabei erkennt ein Antivirenprogramm typische Verhaltensmuster von Viren. Wird beispielsweise unauthorisiert eine Emailfunktion angesteuert oder ist über Bluetooth eine verdächtige Aktion eingeplant, greift der Schutzmechanismus ein und verhindert die Ausführung des Schadcodes.

Um überhaupt bekannte Viren oder neue Bedrohungen zu erkennen, läuft ein Antivirusprogramm dabei permanent im Speicher des Handy mit. Zusätzlich gibt es regelmäßige Analysen des Datenbestandes. Wer neue Dateien auf das Handy lädt, kann auch manuell den Virenscanner starten. Genau wie beim PC mit seinen verschiedenen Festplatten arbeitet sich die Antivirensoftware dann durch die verschiedenen Speicherkarten.

Ein Virenscanner alleine bietet jedoch heutzutage keinen ausreichenden Schutz mehr. Vielmehr ist auch eine Firewall-Funktion empfehlenswert, welche auch direkte Systemangriffe im laufenden Betrieb abfangen kann.

Dazu haben verschiedene Hersteller noch weitere Funktionen vorgessehen, welche die Sicherheit erhöhen oder einfach nur den Komfort während der Handy-Nutzung erhöhen.

Bei einem normalen Handy ist der Diebstahlschutz eher unzureichend. Man kann einfach eine andere SIM-Karte einlegen und das Handy weiter benutzen. Die im Handy-Speicher abgelegten Daten sind dann meist ohne größere Probleme einsehbar. Dagegen sind Verschlüsselungstechnologien verfügbar, welche die Speicherkarte zusätzlich absichern. Auch bieten einige Programme eine Ortungsfunktion, mit der sich ein gestohlenes Gerät entweder über Peilung durch den Mobilfunkanbieter oder sogar Zugriff auf GPS-Funktionen wiederfinden lässt.

Da es mittlerweile auch reichlich SPAM via SMS gibt, haben einige Antivirensysteme gleich noch einen entsprechenden Filter eingebaut. Sowohl die lästige Werbung, wie auch die Übertragung potentiell virenverseuchter MMS lässt sich damit deutlich minimieren.

Zusammengefasst: ein modernes Smartphone ist genau so leistungsfähig, wie es Computer vor gar nicht allzu langer Zeit waren. Entsprechend sind hier genauso Angriffsszenarien entstanden, wie man sie vom PC aus kennt. Die Abwehrfunktionen sollten daher auch ungefähr dem Standard für normale Computer entsprechen, wenn man wichtige geschäftliche oder persönliche Daten schützen möchte.

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