Apr 12

Antivirus Software fürs Handy – Auswirkungen auf Normalbetrieb

Alle aktuellen Antivirus-Lösungen haben kleinere Nebenwirkungen für das Handy. Wenn eine Antivirus-Software dauernd im Hintergrund mitläuft, reduziert sich die Standby-Zeit des Geräts. Dies wird um so gravierender, wenn die Akkulaufzeit des Handys sowieso eher knapp bemessen ist. Jeder Scanvorgang verbraucht zudem Strom, weil Prozesse abgearbeitet und auf die Speicher zugegriffen wird.

Daher kann man ein wenig darauf achten, wie man den Full-Scan, also eine komplette Prüfung durch das Antivirenprogramm, durchführt. Fast jede Software ermöglicht die Einstellung nach Scanintervallen. Wer keine MMS empfängt und Bluetooth abgeschaltet hat, braucht in der Regel nur einmal in der Woche eine vollständige Systemprüfung.

Auch eine Prüfung auf Updates für die Antiviren-Software ist regelmäßig durchzuführen. Hier kann man keine eindeutige Empfehlung geben. Wenn ein neuer Virus auftaucht, ist eine schnellstmögliche Reaktion nötig. Andererseits gibt es auf dem Handy nicht so häufig neue Schädlinge wie beim PC, der mindestens einmal am Tag die aktualisierten Virendefinitionen nachladen sollte. Hilfreich ist es auf jeden Fall, einen Newsletter zu bestellen, der einen Nutzer zeitnah über neue Bedrohungen informiert. In der Regel verbleibt dann genügend Zeit, die Schutzmaßnahmen zu aktualisieren.

Nicht zu vergessen ist die Aktualität des Betriebssystems. Werden Sicherheitslücken bekannt, erfolgt meist eine schnelle Programmierung von Viren oder anderen Schadprogrammen, welche die Lücke ausbeuten. Ebenso schnell ist aber oft ein sogenannter Patch oder Bugfix verfügbar, welcher das Sicherheitsloch beseitigt. Hier liefern einschlägige Foren sowie die Webseiten der Hersteller entsprechende Informationen. Auf jeden Fall ist ein Download aktueller Antivirensoftware empfehlenswert, wenn schon die Medien vor Sicherheitslücken warnen.

Apr 06

WLAN oder Bluetooth fürs Handy – Gefahren auch für PCs

Immer mehr Smartphones beherrschen neben Bluetooth auch WLAN, also den direkten Zugriff in Computernetze. Das ist in so fern extrem praktisch, als dass man gegenüber Bluetooth eine vielfach höhere Datenübertragungsrate erreicht und deutlich schneller sowie oft kostengünstiger surfen kann als bei einer UMTS-Verbindung.

Hier wurde ja schon mehrfach darüber berichtet, dass Viren Bluetooth als Sprungbrett benutzen können, um sich auf weitere Handys zu vermehren. Bei WLAN ist dies zurzeit noch recht selten. Das liegt aber nur an der (noch) relativ geringen Verbreitung von WLAN-tauglichen Handys. Gehört der Computerfunk irgendwann einmal zur normalen Ausstattung, werden die Virenprogrammierer mit hoher Wahrscheinlichkeit auch diesen möglichen Infektionsweg nutzen.

Bluetooth sollte jetzt schon sehr vorsichtig gehandhabt werden. Unverlangt zugesandte Dateien sind immer ein Sicherheitsrisiko. Machen Sie doch einfach mal den Test, wie viele Leute in einer belebten Fußgängerzone zum Handy greifen, wenn Sie von ihrem eigenen Handy aus aktiv eine Bluetooth-Verbindung aufbauen wollen…..

Bei WLAN-Verbindungen ist ein zusätzliches Gefahrenmoment gegeben. Es ist sehr einfach, über das Handy einen Virus an einen PC zu senden. Dabei muss das Handy durch diesen speziellen Schädling gar nicht selbst angegriffen werden können. Es reicht, wenn der Virus vom Smarphone aus auf einen PC geladen werden kann. Entsprechend sollten WLANs sehr restriktiv von ihren Sicherheitseinstellungen gehandhabt werden. Auch eine gute Firewall, ein Antivirenprogramm und vielleicht sogar ein Intrusion Detection System sind empfehlenswert. Selbstredend ist auf jeden Fall eine brauchbare Verschlüsselung (bsp. WEP) sowie ein rigides Managemement der Zugriffsrechte auf Computer und Speicherlaufwerke nötig.

Mrz 30

Viren entwickeln sich weiter

Wenn man die Virengefahr für Handys betrachtet, wird man auf Virennamen stoßen, welche einen zusätzlichen Index haben. So gibt es von AppDisabler gleich 5 verschiedene Versionen oder von Cabir fast 20. Das Prinzip bei dieser Benennung ist relativ einfach: zunächst gibt es den ursprünglichen Virus in seiner typischen Erscheinungsweise. Der Virus wird nach seinem Quellcode und seinem Schadpotenzial beschrieben.

Sobald der Quellcode allgemein verfügbar ist, nehmen andere Virenprogrammierer diesen auf und ergänzen ihn um eigene Funktionen sowie ggf. weitere Schadroutinen.

Wenn ein Antivirenprogramm nun diesen Urspungsvirus als Signatur erkennt, kann es auch die weiteren Varianten bekämpfen. Das ist längst nicht immer der Fall, weil die Virenprogrammierer oft auch in den Quellcode des ursprünglichen Virus eingreifen und damit eine normale Erkennung erschweren.

Auf dem PC gibt es noch weitere Bedrohungen, die in absehbarer Zeit auch für Handyviren zu erwarten sind: polymorphe Schädlinge. Der Virus ändert in diesem Fall seine Dateilänge, seine Bezeichnung und schaltet gegebenenfalls Schadroutinen an und ab. Damit wird die Erkennung erschwert. Gute Antivirensoftware arbeitet dann nach zwei verschiedenen Szenarien. Als erstes sucht sie nach den Kernfunktionen eines Virus – die sind bekannt. Dazu gibt es heuristische Verfahren, welche die Funktionsweise typischer Viren aufspüren. Nach dem Motto: Wenn ein Programm eigenhändig Verbindungen aufbaut und Dateien versendet, ist es entweder ein Mailprogramm (harmlos) oder da stimmt etwas nicht.

Diese heuristischen Verfahren sind bei aktuellen Virenscannern für Smartphones noch nicht allzu sehr verbreitet. Mit wachsender Bedrohung werden sie jedoch schnell auch für Handys verfügbar werden.

Bis dahin kann man munter weiter die Abarten der Viren durchnumerieren und jeweils eine passende Signatur als Referenz für die Antivirensoftware hinterlegen.

Mrz 29

Antivirensoftware für Handys – Handling

Wer sich eine Antivirensoftware für Handys zulegen möchte, muss bei Download und Installation im Vergleich zum PC erst einmal etwas umdenken. Bei einem normalen Rechner legt man eine CD ein oder lädt einfach das Programm aus dem Web herunter. Entsprechend einfach ist die Installation – Programm ausführen, Neustart, Rechner ist geschützt, fertig.

Ein modernes Smartphone kann auch ins Internet gehen und dort den Download durchführen. Aber hier hat man schon die Auswahl zwischen WAP und regulärem Surfen mit einem Browser. Da die Programme zwar recht kompakt sind, die Internetverbindung aber (außer bei Flatrates) teuer, fällt für viele Anwender dieser Weg aus. Zumal noch eine Schwierigkeit lauert – dazu aber später mehr.

Die meisten werden sich das Antivirusprogramm erst einmal auf dem PC abspeichern, um es per USB-Kabel, Bluetooth oder WLAN auf das Mobiltelefon zu kopieren. Hierfür sollte man die Dienstprogramme des Handys für den PC auf dem Computer installiert haben. Nur so ist ein bequemes Kopieren auf die Speicherkarte möglich. Das kann in Folge etwas hakelig werden, weil nicht alle Dienstprogramme die Installation vom PC aus steuern können. Dann muss man sich auf dem Handy selbst durch die verschiedenen Speichermedien arbeiten, um die Installationsdatei zu finden. Die Benutzerführung diverser Betriebssysteme ist dabei oft alles andere als transparent. Bei Windows macht man einfach den Dateimanager auf, auf den Handys geht dies auch – Funktionen des Dateimanagers sind jedoch oft in Untermenüs versteckt und nicht direkt von der Oberfläche aus zugänglich. Am besten merkt man sich von vornherein sehr genau, wohin die Datei kopiert wird. Bei Updates wiederholt sich das ganze Prozedere.

Auch lästig ist das Hantieren mit verschiedenen Speicherkarten. Daher ist eine Antivirensoftware auf dem eingebauten Speicher des Handy abzulegen. Darauf hat man immer Zugriff, auch, wenn man zwischenzeitlich die zusätzlichen Speicherkarten herausnimmt, weil man Fotos auf den PC kopiert.

Wer also das Installationsprogramm der Antivirensoftware direkt vom PC aus im permanenten Speicher starten kann, lebt komfortabler als bei Installation auf austauschbaren Speicherkarten und direkt auf dem Handy.

Die unterschiedlichen Antivirenprogramme haben zudem deutliche Unterschiede bei Updates. In der Regel sollte man mindestens einmal in der Woche nach geeigneten Updates suchen. Das geht am leichtesten, wenn man direkt vom Handy aus die neuen Versionen nachladen kann und nicht erst manuell mit Dateien arbeiten muss. Bei akuten Bedrohungsszenarien ist ein häufigeres Update nötig mit dem entsprechenden Arbeitsaufwand.

Zusammenfassend:

Auch Antivirussoftware auf dem Handy muss regelmäßig aktualisiert werden

Wer nicht mit dem Handy im Web den Download durchführen möchte, sollte Dateimanager und Installation mit geeigneten Dienstprogrammen vom PC aus durchführen.

Ein wenig Aufmerksamkeit ist angebracht, wo man auf dem Mobiltelefon die Dateien ablegt, am besten im bordeigenen Speicher.

Feb 25

Alte Handys – potentielle Virenschleudern?

Kaum drängen die ersten ernst zu nehmenden Viren für Handys in den Markt, stellt sich die Frage nach älteren Handys und ob diese heute noch gefährlich sein können.

In Deutschland bekommt man alle 2 Jahre bei Handyverträgen ein subventioniertes Mobiltelefon. Hierbei gibt es ein total unterschiedliches Kaufverhalten. Die einen wählen einfach nur einen günstigen Ersatz für ältere Modelle (oft sind dies ehemals teure Geräte, die im Produktlebenszyklus billiger wurden), die anderen möchten die jeweils aktuellsten Modelle haben.

Entsprechend kann man je nach Lust und Laune zwei bis vier Handygenerationen überspringen. In der Regel haben die neuesten Modelle mit älteren Viren überhaupt keine Probleme, die entsprechenden Fehlerkorrekturen sind in Betriebssysteme und Applikationen eingeflossen. Einzig ein unvorsichtiges Benutzerverhalten kann alten Viren den Zugang ermöglichen – etwa bei leichtsinnigem Umgang mit Bluetooth.

Trotzdem sind ältere Handys nicht ohne Probleme. Gerade die vermeintlich “dummen” Geräte aus der Zeit vor vollflächigen Displays können zwar nicht unbedingt gut fotografieren oder ins Web gehen – dafür beherrschen sie aber oft Bluetooth und MMS, mithin einen sehr interessanten Infektionsweg.

Insgesamt dürften sich die Virenprogrammierer aktuell auf folgende Gerätetypen konzentrieren: entweder sehr hoher Marktanteil, so dass eine Infektion leicht durchführbar ist oder Business-Handys mit interessanten, weil teuren Daten. Seltene Betriebssysteme oder wirklich alte Geräte ohne Multimedia, Foto und mit schlechter Bluetooth-Integration sind dagegen immun. Das macht sie zu interessanten Handys bsp. für die Urlaubsreise. Ein Verlust wirkt nicht tragisch und ein Angriff ist auch nicht sehr wahrscheinlich.

Mit frühen Handys der Multimediageneration ist dagegen ohne Antivirensoftware ein Urlaub speziell in Asien etwas riskant aus folgenden Gründen: Gerade in China und anderen Billigländern sind viele Handys im Einsatz, die alte, billig zu produzierende Standards verwenden. Und dass China einen zweifelhaften Ruf in Sachen IT-Sicherheit genießt, ist auch nicht neu.

Feb 24

Java – einheitliche Programmiersprache für Handys – Gefahren?

Immer mehr Handys sind auf unterschiedlichen Betriebssystemen unterwegs. Das Sepktrum reicht von Android über Symbian bis zu Windows Mobile und neuerdings auch einer ganzen Menge an herstellerspezifischen Systemen. Vorteil: eine Applikation lässt sich auf den verschiedensten Geräten nutzen, es sind oft keine tiefgreifenden Anpassungen nötig.

Die Frage aber ist: können Java-Applikationen potentiell gefährlich sein?

Die Antwort fällt zweigeteilt aus. Im Prinzip ja, wahrscheinlich werden aber nicht alle Systeme gleich betroffen sein. Viele Funktionen auf dem Handy sind erst mit einer Verbindung unterschiedlicher Funktionsbereiche nutzbar. Wenn beispielsweise eine Funkstrecke über Bluetooth aufgebaut werden soll, erfordert dies von den Betriebssystemen eine Ansprache des jeweiligen Funkmoduls. Das ist oft unterschiedlich bei den Systemen gelöst.

Prinzipiell kann man also via Java dem Betriebssystem des Handys sagen: bitte baue eine Verbindung auf – wie das aber genau intern gelöst wird, hängt wiederum vom Betriebssystemen und der Implementation der Chips ab. Da ist es schon sehr schwierig, eine für alle Systeme gleichermaßen funktionsfähige Schadroutine zu entwickeln. Zudem gibt es unterschiedliche Versionen von Java auf den jeweiligen Handys. Diese gilt es natürlich, optimal anzusprechen, wenn man einen Schaden verursachen möchte. Zudem haben die Betriebssysteme unterschiedliche Rechte- und Rollenkonzepte für Programme.

Prinzipiell also sind Java-Viren denkbar, wenn auch nicht für alle Handys gleich gefährlich. Und, nicht zu vernachlässigen, es muss auch eine Sicherheitslücke in Java selbst geben, bevor ein Virus in tiefere Regionen durchschlagen kann.

Anders und noch komplexer sieht dies bei Applikationen aus. Ein Handy-Browser für Symbian arbeitet anders als für Windows Mobile. Java-Script hat zumindest auf PCs immer wieder Sicherheitslücken im Explorer oder auf Firefox verursacht. Das kann durchaus auch bei Handys passieren. Aber die Virenprogrammierer müssen sich dann schon auf die Systeme einschießen, welche leicht zu knacken sind, die zudem einen manipulierbaren Browser haben und hohe Marktanteile oder sehr wichtige Daten – sonst lohnt der Aufwand nicht.

Feb 21

Antivirensoftware für Handys – Problem Betriebssystem

Bei Windows ist die Sache relativ leicht. Es ist so ziemlich egal, welche Version man hat – immer findet sich eine entsprechende Antivirensoftware von verschiedensten Herstellern. Für die Apple-Fraktion gilt dasselbe: eine breite Auswahl an Antivirusprogrammen. Etwas anders sieht es bei Handys oder Tablet-PCs aus. Aktuell gibt es gleich mehrere Betriebssysteme im Markt, die jeweils auf beachtliche Benutzerzahlen verweisen können.

Symbian hat eine lange Entwicklungsgeschichte und ist neben Nokia gleich auch auf zig anderen Modellen zu finden. Unix ist der Stammvater von sowohl Apples iPhone System, wie auch Android, was gerade erhebliche Zuwachszahlen verzeichnet. Dazu kommt noch Windows Mobile in den verschiedensten Versionen sowie eine steigende Anzahl an Herstellern, welche eigene Betriebssysteme für ihre Handys entwickeln.

Nehmen wir einmal das Beispiel Samsung. Ich selbst verfüge sowohl über einSamsung 8910 HD, wie auch ein S 8000 Jet. Auf dem 8910 HD läuft Symbian mit S60, auf dem Jet ein eigens von Samsung entwickeltes System. Besitzer eines Samsung Omnia oder Omnia 2 hingegen haben als Betriebssystem jeweils Windows Mobile 6.1 (genau wie mein Sony Ericsson Xperia X1), respektive 6.5. Da ist es schon etwas schwieriger, selbst bei nur einem Hersteller einen passenden Virenscanner zu finden.

Nicht unbedingt leichter wird das Problem, wenn man die Updatezyklen oder subventionierten Handys betrachtet. In der Regel ist in Deutschland alle 2 Jahre ein neues Mobiltelefon vergünstigt bei den Providern zu haben. Wer sich ein längeres Abo einer Antivirensoftware geholt hat, kann diese ggf. nicht auf dem neuen Wunschhandy einsetzen – falsches Betriebssystem.

Auch reichen bsp. bei nachrangigen Herstellern aus Fernost die Angebote für Antivirenprogramme nicht unbedingt bis zur neuesten Generation der Betriebssysteme. Dumm, wenn man sein 2 Jahre altes Handy schützen kann, aber das nagelneue Business-Handy ungeschützt bleiben muss, weil die Software-Entwicklung nicht hinterher kommt.

Persönliche Meinung: Immer mit einem Auge bei sowohl dem Kauf von Handys, wie auch der Antivirensoftware auf das Betriebssystem, wie auch die Historie des Antivirenprogrammes achten. Hier traue ich den etablierten Sicherheitsspezialisten bedeutend weiter, als kleineren Firmen oder unbekannten Herstellern.