Alle aktuellen Antivirus-Lösungen haben kleinere Nebenwirkungen für das Handy. Wenn eine Antivirus-Software dauernd im Hintergrund mitläuft, reduziert sich die Standby-Zeit des Geräts. Dies wird um so gravierender, wenn die Akkulaufzeit des Handys sowieso eher knapp bemessen ist. Jeder Scanvorgang verbraucht zudem Strom, weil Prozesse abgearbeitet und auf die Speicher zugegriffen wird.
Daher kann man ein wenig darauf achten, wie man den Full-Scan, also eine komplette Prüfung durch das Antivirenprogramm, durchführt. Fast jede Software ermöglicht die Einstellung nach Scanintervallen. Wer keine MMS empfängt und Bluetooth abgeschaltet hat, braucht in der Regel nur einmal in der Woche eine vollständige Systemprüfung.
Auch eine Prüfung auf Updates für die Antiviren-Software ist regelmäßig durchzuführen. Hier kann man keine eindeutige Empfehlung geben. Wenn ein neuer Virus auftaucht, ist eine schnellstmögliche Reaktion nötig. Andererseits gibt es auf dem Handy nicht so häufig neue Schädlinge wie beim PC, der mindestens einmal am Tag die aktualisierten Virendefinitionen nachladen sollte. Hilfreich ist es auf jeden Fall, einen Newsletter zu bestellen, der einen Nutzer zeitnah über neue Bedrohungen informiert. In der Regel verbleibt dann genügend Zeit, die Schutzmaßnahmen zu aktualisieren.
Nicht zu vergessen ist die Aktualität des Betriebssystems. Werden Sicherheitslücken bekannt, erfolgt meist eine schnelle Programmierung von Viren oder anderen Schadprogrammen, welche die Lücke ausbeuten. Ebenso schnell ist aber oft ein sogenannter Patch oder Bugfix verfügbar, welcher das Sicherheitsloch beseitigt. Hier liefern einschlägige Foren sowie die Webseiten der Hersteller entsprechende Informationen. Auf jeden Fall ist ein Download aktueller Antivirensoftware empfehlenswert, wenn schon die Medien vor Sicherheitslücken warnen.

















